Auf Einladung des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben (KSL) für den Regierungsbezirk Köln trafen sich am 27.11.2017 ehrenamtliche und hauptamtliche Behindertenbeauftragte aus Kreisen, Gemeinden und Städten des Regierungsbezirks zu einem Austauschtreffen in Köln-Deutz.  
Veranstalter und Teilnehmende waren sehr erfreut über die Anwesenheit von Claudia Middendorf, der neuen Landesbehindertenbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese nahm sich viel Zeit, um das KSL und die anwesenden Behindertenbeauftragten kennenzulernen. Es kam zu einem sehr produktiven Austausch bei dem Wünsche und Anregungen an Frau Middendorf, das KSL und auch die LAG Selbsthilfe herangetragen wurden.

Besonders positiv wurde der Vorschlag von Frau Middendorf aufgenommen im kommenden Frühjahr ein Treffen aller Behindertenbeauftragten in NRW zu organisieren, an dem auch die KSL teilnehmen sollen. Auch die Idee regelmäßiger regionaler Sprechstunden in Kooperation mit den regionalen Behindertenbeauftragten sorgte für allgemeinen Zuspruch. Alle Behindertenbeauftragten waren sich einig, dass sie sich Vernetzung und gegenseitige Unterstützung wünschen.

Im Austausch wurde deutlich, dass eine Differenzierung zwischen haupt- und ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten sinnvoll wäre, da Wissensstand und Aufgaben sehr unterschiedlich ausfallen. Die ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten zeigten auf, dass ihnen oft Informationen fehlen und sie sich mühevoll in die Materie einarbeiten müssen. Somit wäre ein fachpolitischer Austausch auf örtlicher Ebene hilfreich, der auch durch die Angebote des KSL unterstützt werden kann.

Ein großes Anliegen wurde ebenfalls an Frau Middendorf herangetragen, die Verbesserung der Landesbauordnung (LBO). Konkret gefordert wurde, dass sie sich im Namen der Behindertenbeauftragten und für die behinderten Menschen für eine verbesserte LBO, besonders im Hinblick auf rollstuhlgerechten Wohnraum, einsetzen möge.

Gruppenbild der Teilnehmenden.
Gruppenbild der Teilnehmenden.